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 Betreff des Beitrags: Als Atlanto-axiale Subluxation
BeitragVerfasst: Samstag 14. Februar 2009, 17:35 
Rudelführerin
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Als Atlanto-axiale Subluxation (AASL) bezeichnet man eine unvollständige Ausrenkung (Subluxation) des Gelenks zwischen erstem und zweiten Halswirbel (Atlantoaxialgelenk), die zu einer Instabilität und einer Schädigung des Rückenmarks führt.

Ätiologie und Vorkommen

Die seltene Erkrankung ist zumeist eine angeborene Fehlbildung, bei der der Dens axis („Zahn“ des zweiten Halswirbels) nicht (Densaplasie) oder nur unvollkommen ausgebildet ist. Diese Fehlbildung kommt vor allem beim Menschen und bei kleinen Hunderassen vor. Deutlich seltener können auch Fehlbildungen der Haltebänder des Dens axis auslösender Faktor sein.

Gelegentlich ist eine AASL auch durch eine traumatisch bedingte Fraktur des Dens axis bedingt.

Klinisches Bild

Die Symptome variieren nach dem Ausmaß der Rückenmarksschädigung. Neben Schmerzen im Halsbereich, vor allem bei der Beugung des Halses, treten Lähmungen der Gliedmaßen (Tetraparese), schwere Gangstörungen (Ataxie, Wobbler-Syndrom) und Störungen der Propriozeption auf.

Bei der angeborenen AASL treten die Symptome zumeist allmählich, innerhalb des ersten Lebensjahres in Erscheinung. Bei der traumatisch bedingten AASL ist dagegen ein plötzliches (perakutes) Auftreten zu beobachten und es kommt zu einer vollständigen Lähmung aller Gliedmaßen (Tetraplegie).

Die Diagnose wird anhand einer Röntgenaufnahme gestellt. Alle Manipulationen sind mit äußerster Vorsicht durchzuführen, um eine weitere Schädigung des Rückenmarks zu vermeiden.

Therapie und Prognose

Der Goldstandard in der Therapie ist chirurgische Stabilisierung des Gelenks durch verschiedene Osteosynthese-Verfahren (Zugschraube, Kirschnernagel oder Cerclage). Der Erfolg der Behandlung ist vom Ausmaß der Rückenmarksschädigung abhängig. Während bei der angeborenen Form mit noch nicht allzu starken Symptomen die Prognose gut ist, ist sie bei traumatisch bedingten Schädigungen mit Tetraplegie schlecht.

Eine neuere Studie zeigt, dass bei jungen Hunden oft auch eine konservative Therapie mit einer Halsschiene ausreichend ist.

Quelle: http://www.wikpedia.de


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